28 kHz oder 40 kHz? Wie wählt man die richtige Frequenz für die Ultraschallreinigung?

31 August 2026 Plussonic

Was bedeutet die Frequenz bei der Ultraschallreinigung?

In Ultraschall-Reinigungssystemen wandeln Schallwandler (Transducer) elektrische Energie in hochfrequente mechanische Schwingungen um. Diese Schwingungen erzeugen in der Reinigungsflüssigkeit eine Vielzahl mikroskopisch kleiner Kavitationsblasen.

Die bei Entstehung und Implosion dieser Blasen freigesetzte Energie hilft, Öl, Späne, Fertigungsrückstände und andere Verunreinigungen von der Oberfläche der Teile zu lösen. Die verwendete Ultraschallfrequenz ist einer der wichtigsten Parameter, die den Charakter der entstehenden Kavitation beeinflussen.

Was ist Ultraschallreinigung mit 28 kHz?

28 kHz ist eine der Ultraschallfrequenzen, die vor allem in industriellen Anwendungen gewählt werden kann, bei denen eine stärkere mechanische Reinigungswirkung erforderlich ist.

Kavitationsblasen, die bei niedrigeren Frequenzen entstehen, können im Allgemeinen eine stärkere mechanische Wirkung erzeugen. Daher kommt diese Frequenz für die Entfernung starker Verschmutzungen, Öl, Fett und Fertigungsrückstände von robusten Metallteilen in Betracht.

Für welche Anwendungen eignet sich 28 kHz?

  • Teile mit starker Öl- und Fettverschmutzung
  • Entfernung von Spänen und Fertigungsrückständen
  • Robuste Metallkomponenten
  • Formen und Teile aus der Schwerindustrie
  • Anwendungen, die eine starke mechanische Reinigungswirkung erfordern

Ist die Oberfläche des Teils jedoch empfindlich, ist es nicht richtig, sich allein auf eine starke Reinigungswirkung zu konzentrieren. Auch Werkstoff und Oberflächeneigenschaften des Teils müssen bei der Frequenzwahl berücksichtigt werden.

Was ist Ultraschallreinigung mit 40 kHz?

40 kHz ist eine der Ultraschallfrequenzen, die in Anwendungen gewählt werden kann, bei denen ein kontrollierterer und schonenderer Reinigungsprozess gewünscht ist.

Insbesondere bei der Reinigung von Teilen mit komplexer Geometrie, Hinterschneidungen oder höherer Oberflächenempfindlichkeit kann 40 kHz eine geeignete Option sein.

Für welche Anwendungen eignet sich 40 kHz?

  • Empfindliche Komponenten
  • Teile mit feiner Oberflächenstruktur
  • Kleine Kanäle und komplexe Geometrien
  • Anwendungen, die eine kontrolliertere Reinigung erfordern
  • Präzisionsteile

Die Frequenz allein bestimmt nicht das Reinigungsergebnis. Auch Ultraschallleistung, Reinigungschemie, Flüssigkeitstemperatur, Anordnung der Schallwandler und Position der Teile im Tank beeinflussen die Prozessleistung.

Was ist der Unterschied zwischen 28 kHz und 40 kHz?

Eigenschaft 28 kHz 40 kHz
Kavitationswirkung Stärkere mechanische Wirkung Kontrolliertere und schonendere Wirkung
Starke Verschmutzung und Öl Kann vorteilhaft sein Prozessabhängig zu bewerten
Empfindliche Oberflächen Sorgfältig zu bewerten Kann besser geeignet sein
Komplexe Geometrien Anwendungsabhängig Kann Vorteile bieten

Dieser Vergleich ist eine allgemeine Einschätzung. Die endgültige Frequenzwahl sollte nach den technischen Anforderungen des Teils und des Reinigungsprozesses erfolgen.

Wie wird die richtige Ultraschallfrequenz bestimmt?

1. Art der Verschmutzung

Öl, Fett, Polierrückstände, Metallspäne und andere fertigungsbedingte Verunreinigungen verhalten sich bei der Reinigung nicht gleich. Stärke der Verschmutzung und Art der Haftung an der Oberfläche können die Frequenzwahl beeinflussen.

2. Werkstoff und Oberflächenstruktur des Teils

Robuste Metallteile und Komponenten mit empfindlichen Oberflächen sollten nicht mit denselben Ultraschallparametern behandelt werden. Bei der Festlegung der Frequenz ist die Eignung des Teils für den Ultraschall-Reinigungsprozess zu bewerten.

3. Geometrie des Teils

Bohrungen, Kanäle, schwer zugängliche Stellen und komplexe Geometrien können den Reinigungsprozess direkt beeinflussen. Daher müssen nicht nur die Frequenz, sondern auch die Anordnung der Schallwandler und die Position der Teile im Tank berücksichtigt werden.

4. Ultraschallleistung

Zwei verschiedene Systeme mit derselben Frequenz liefern nicht unbedingt dieselbe Reinigungsleistung. Auch die auf das Tankvolumen bezogene Ultraschallleistung, die Anzahl der Schallwandler und die Systemkonstruktion spielen eine wichtige Rolle für das Ergebnis.

5. Reinigungstemperatur

Die Temperatur der Reinigungsflüssigkeit kann die Wirksamkeit der eingesetzten Chemie und die Prozessleistung beeinflussen. Temperatur und Ultraschallfrequenz sollten daher nicht als völlig unabhängige Parameter betrachtet werden.

6. Reinigungschemie

Die richtige Chemie ist ein wesentlicher Bestandteil der Leistung bei der Ultraschallreinigung. Wird eine für Werkstoff und Verschmutzungsart ungeeignete Chemie verwendet, reicht es unter Umständen nicht aus, nur die Frequenz zu ändern.

Ist eine höhere Frequenz immer besser?

Nein. Bei der Ultraschallreinigung kann man nicht pauschal sagen, dass eine hohe oder niedrige Frequenz für sich genommen besser ist.

Bei einem robusten Metallteil mit starker Öl- und Rückstandsbelastung kann eine stärkere mechanische Kavitationswirkung gewünscht sein. Für eine Komponente mit empfindlicher Oberfläche oder kontrollierterem Reinigungsbedarf kann dagegen eine andere Frequenz gewählt werden.

Die eigentliche Frage sollte daher nicht „Welche Frequenz ist stärker?“ lauten, sondern „Welche Frequenz eignet sich besser für den Reinigungsprozess dieses Teils?“

Ist die Anordnung der Schallwandler so wichtig wie die Frequenz?

Ja. Wie die Ultraschallenergie in den Reinigungstank eingekoppelt wird, ist ein wesentlicher Faktor für die Systemleistung.

Neben der Anzahl der Schallwandler kann auch ihre Positionierung am Boden, an den Seitenwänden oder an gegenüberliegenden Flächen die Verteilung der Ultraschallenergie im Tank beeinflussen.

Bei der Konstruktion eines professionellen Ultraschall-Reinigungssystems sollten daher Frequenz, Ultraschallleistung, Tankgeometrie und Anordnung der Schallwandler gemeinsam bewertet werden.

28 kHz oder 40 kHz – was sollte man wählen?

Bei starker Verschmutzung, Öl, Fett und robusten Industrieteilen kommt 28 kHz für Anwendungen in Betracht, die eine stärkere mechanische Kavitationswirkung erfordern.

Für empfindlichere Oberflächen, komplexe Geometrien und Anwendungen mit kontrollierter Reinigung kann dagegen 40 kHz eine geeignete Option sein.

Bei der endgültigen Auswahl sollten neben der Frequenz auch Ultraschallleistung, Anordnung der Schallwandler, Temperatur, Reinigungschemie, Tankgeometrie und Eigenschaften des Teils gemeinsam bewertet werden.

Frequenzwahl bei Plussonic Ultraschall-Reinigungssystemen

Bei Plussonic Ultraschall-Reinigungssystemen erfolgt die Frequenzwahl entsprechend den Eigenschaften der zu reinigenden Teile und den Prozessanforderungen. Für unterschiedliche Anwendungen können die Optionen 28 kHz und 40 kHz bewertet und eine passende Ultraschall-Reinigungslösung erstellt werden.

Für die Festlegung der passenden Frequenz, Leistung und Systemkonfiguration Ihres Ultraschall-Reinigungssystems können Sie sich an Plussonic wenden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen 28 kHz und 40 kHz?

Der grundlegende Unterschied liegt im Charakter der Kavitation. 28 kHz kommt für Anwendungen in Betracht, die eine stärkere mechanische Kavitationswirkung erfordern, 40 kHz für Prozesse, die eine kontrolliertere und schonendere Reinigung erfordern.

Ist 28 kHz für stark ölverschmutzte Teile geeignet?

28 kHz kann eine geeignete Option für robuste Teile mit starker Öl- und hartnäckiger Verschmutzung sein. Dennoch sollten auch Chemie, Temperatur, Ultraschallleistung und Beschaffenheit des Teils gemeinsam bewertet werden.

Ist 40 kHz für empfindliche Teile geeignet?

40 kHz kann bei vielen empfindlichen Anwendungen gewählt werden, die eine kontrolliertere Ultraschallwirkung erfordern. Die endgültige Auswahl sollte nach Werkstoff, Oberflächenstruktur und Prozessanforderungen des Teils erfolgen.

Bestimmt die Frequenz allein die Reinigungsqualität bei der Ultraschallreinigung?

Nein. Auch Ultraschallleistung, Anordnung der Schallwandler, Tankgeometrie, Temperatur, Reinigungschemie, Teileanordnung und Prozessdauer sind wichtige Parameter, die das Reinigungsergebnis beeinflussen.